Für eine barrierefreie Zukunft: Willkommen bei Pro Vita Mobilis e.V.!

Wir denken an Oliver

Vergangenen Donnerstag, d. 19.11.2015 ist Oliver Wüst gestorben. Oliver war Gründungsmitglied und einst stellvertretender Vorsitzende unseres Vereins Pro Vita Mobilis.

 

Direkt im Anschluss an sein bestandenes Staatsexamen zum Jurist erhielt er die Diagnose Multiple Sklerose. Er war verheiratet mit Brigitte, die dem Verein ebenfalls eine zeitlang angehörte. Wir denken besonders an die unkonventionelle Gastfreundschaft des Ehepaares, bei dem häufig unsere Vereinstreffen stattfanden. Oliver hinterlässt außerdem seine 19-jährige Tochter Franziska. Er wurde 52 Jahre alt. Einfach ist ein Leben mit körperlicher Behinderung wohl nie, doch auf Olivers Traueranzeige steht geschrieben:

 

Wer ein Wofür im Leben hat, der kann fast jedes Wie ertragen.

 

Mit unserem Fühlen und Denken sind wir in diesen Tagen bei dir und deiner Familie

 

Die Mitglieder von PVM

 

Sie können sich keinen Behindertenfahrdienst leisten, wollen aber dennoch Ihre Freunde besuchen, mal ins Kino oder Theater? Dann kontaktieren Sie uns und wir versuchen Ihnen im Rahmen unseres Projekts "Mobil in Mainz" eine Hin- und Rückfahrt zu finanzieren.

 

Buchtipp: Endstation Rollstuhl: Ich möchte mein Leben mit niemandem tauschen!

31 Jahre ist Isabell Steiner alt, als sich ihre gesamten Vorstellungen von einem normalen Leben praktisch über Nacht in Luft auflösen. Eine Thrombose im Hirnstamm hinterlässt sie vollständig gelähmt und anfangs unfähig, sich mit ihrer Außenwelt in Verbindung zu setzen.
Steiner: "Nein, mein Leben ist ganz und gar nicht so verlaufen, wie ich es mir vorgestellt hatte. Obwohl zunächst alles danach aussah. Mein Beruf als Flugbegleiter machte mir viel Spaß und auch als Ehefrau und Mutter schien mir das Leben, mit ein bisschen gutem Willen, meine Wünsche anstandslos zu erfüllen. Im Sommer 1994, im Alter von 31, erlitt ich eine Thrombose im Hirnstamm. Das war in der Nacht des zweiten Geburtstages meines Sohnes. Eine Ursache wurde nie gefunden. Sämtliche Körperfunktionen fielen aus, auch die Atmung und, bis auf mein linkes Augenlid, war ich wirklich vollständig gelähmt."
Über all ihre Erfahrungen und Erlebnisse von damals bis heute hat sie ein Buch geschrieben. „Einen Tag noch….“ erzählt davon wie Isabell Steiner es schaffte, aus ihrer erschütternden Lebenskrise mit starkem Mut, tiefem Glauben an sich selbst und gebündelter Energie, ein neues Leben aufzubauen. Nun nicht mehr ans Bett gefesselt, versucht sie, äußere Barrieren zu überwinden und mit ihrer Behinderung das Leben neu für sich zu entdecken.

 

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Paperback: ISBN-10: 1507892918      ISBN-13: 978-1507892916    Euro 9,69.-

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„…Der Alltag von Menschen mit eingeschränkter Mobilität sollte nicht auch noch durch Vorbehalte und Gedankenlosigkeit erschwert werden. Ein Rollstuhl ist einfach nur ein anderes Fortbewegungsmittel und keine Barriere oder Hindernis. Ein Rollstuhl darf vor allem keine Barriere in unserer eigenen Wahrnehmung hervorrufen!“ (Dr. Peter Hanser-Strecker, Musikverleger Schott Music, Gründungsmitglied von Pro Vita Mobilis e. V.)